VSBLO (1990-3)
Wir haben in der letzten Nummer über Nur für Bio-Produzenten die von Bundesrat Delamuraz in 3. Die Bio-Kontrollbetriebe senden Aussicht gestellte Befreiung der Bio-Bauern ihre Freimengen karte an ihre jeweilige von der Kostenbeteiligung bei der Kontrollorganisation (AVG, Überschussverwertung von Brotgetreide Progana, SGBL berichtet. Bei Redaktionsschluss 4. Zusammen mit der Karte meldet lag dieser Beschluss noch nicht vor. der Produzent seiner Kontrollorganisation Sofern er tatsächlich in der vorgesehenen die übernehmende Mühle Form zustande kommt, gelten für die (z.B. Aeschlimann. Wallimann, Getreideernte 1990 die folgenden Bestimmungen: Volg usw.). 5. Die Kontrollorganisation stempelt 1. Sämtliche Brotgetreideproduzenten die Karten auf dem Deckblatt und beziehen bei der Gemeinde-Ackerbaustelle auf dem Blatt 3 ab. eine sogenannte Freimengenkarte. Diese Karte ist öteilig. Sie 6. Die Blätter 0 (Deckblatt) bis 2b werden wird mit den übrigen von der Produzentenorganisation zusammen an die Getreideverwaltung Meldekarten für Futtergetreide. gesandt. Hangzulagen usw. abgegeben. 2. Die Freimengenkarte muss bei den 7. Blatt 3 der Freimengen-Karte geht Ablieferungen von Brotgetreide zurück an den Produzenten. vorgewiesen werden (Erläuterungen 8. Ohne Blatt 3 der Freimengen-Karte auf der Karte). ist keine Ablieferung möglich.
- Ohne Stempel der BioProduzentenorganisation keine Befreiung von der Kostenbeteiligung! Die Eidg. Getreideverwaltung verfügt zu Kontrollzwecken über eine Liste sämtlicher VSBLO-Kontrollbetriebe der Schweiz. Diese Liste enthält alle bis und mit 1989 anerkannten Betriebe. Betriebe, die 1990 erstmals anerkannt werden, müssen der Getreideverwaltung bis 30. Juni 1990 gemeldet werden.
Sinngemäss werden Betriebe, die nicht mehr anerkannt werden, von den Organisationen ebenfalls gemeldet. Wir bitten alle Produzenten, die oben genannten Fristen unbedingt einzuhalten!
Bauern und Konsumenten - NACHRUFE für eine naturnahe Landwirtschaft sr. Am 14. März haben Vertreter von etwa zwei Dutzend Umweltorganisationen und politischen Parteien den Text zu einer Volksinitiative mit dem obenstehenden Titel verabschiedet und zur Vorprüfung eingereicht. Der Text ist das Ergebnis langer und teilweise mühsamer Verhandlungen zwischen den Vertretern der Arbeitsgruppe für eine neue Agrarpolitik NAP einerseits und des Landesrings LdU anderseits. Bekanntlich hatte sich im Herbst die SPS eingeschaltet. um zu verhindern, dass nach der Initiative des Bauernverbandes gleich zwei weitere Vorschläge eingereicht werden, die sich gegenseitig konkurrenzieren. Die Arbeitsgruppe Agrarpolitik der VSBLO hatte bereits im Herbst dem Vorstand beantragt, die NAP-Initiative zu unterstützen unter der Voraussetzung, dass der biologische Landbau darin ausdrücklich als anzustrebendes Ziel erwähnt wird. Den Anliegen der VSBLO wurde denn auch fast in letzter Minute von der Mehrheit der beteiligten Organisationen zugestimmt. Wenn die VSBLO nun offiziell die Initiative für eine naturnahe Landwirtschaft unterstützt, so heisst das nicht, dass sie sich deswegen gegen den Vorschlag des Bauernverbandes stemmt. Auch dieser ist eine Absichtserklärung in Richtung mehr Ökologie, und jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung wird von uns begrüsst. Durch die Unterstützung der griffigeren Formulierung aus einem zwar mehrheitlich nichtbäuerlichen Lager werden die vom Bauernverband anvisierten allgemeinen Ziele noch unterstrichen. Im Initiativkomitee ist die VSBLO durch ihren Geschäftsführer, Dr. R. Bächi, und Alfred Hoffmann, Bio Bauer in Cossonay, vertreten, das FIBL durch Dr. Otto Buess, Wenslingen. Unser Delegierter im Ausschuss des Trägervereins ist Hansueli Bigler. Bio-Bauer in Ried bei Worb.
Sämi Oberer-Schweizer f Am 13. März ist in Tenniken BL der langjährige Leiter der Baselbieter Regionalgruppe, Sämi Oberer-Schweizer in seinem 84. Lebensjahr verstorben. Er war ein Bio-Bauer der ersten Stunde und dies mit Leib und Seele. «Samuel. Samuel! - Rede Herr, dein Knecht hört!» - Dieses Wort aus 1. Sam. 3 war dem Konfirmanden seinerzeit mit auf den Weg gegeben worden. Er hat es zum Leitwort für sein Leben gemacht. Er hat sich rufen lassen, wo Not an Mann war, wo Hilfe nötig und Rat gebraucht wurde. So war das Leben Sämi Oberers Dienst am Nächsten, nicht selten unter Hintanstellung eigener Wünsche. Darin und damit ist er vielen von uns zum Vorbild geworden und hat sein Leben die schönste Erfüllung gefunden. Seinen Angehörigen entbieten wir unsere aufrichtige Teilnahme. W. Scheidegger